Hilfe für Straßenkatzen

Tierheime helfen

Viele Tierheime versorgen die frei lebenden Tiere aufopferungsvoll: Sie richten Futterstelle für die oft unterernährten Katzen ein, lassen sie kastrieren, kennzeichnen und registrieren und wenn nötig, tierärztlich versorgen. Sie investieren viel Zeit, um ihnen zu helfen und ihr Leid zu mindern. Was die Situation noch erschwert ist, dass die Tierheime die Katzen in der Regel nicht einfangen und vermitteln können, da die Tiere nach ihrer Jugend auf der Straße extrem scheu sind und sich nicht mehr an ein nahes Zusammenleben mit dem Menschen gewöhnen können. Dennoch brauchen sie aber die Hilfe der Tierheime und deren ehrenamtlichen Helfer, damit sie auch weiterhin eine Chance haben, in der Natur zu überleben.  

Laut einer aktuellen Umfrage, bewerten zwei Drittel der uns angeschlossenen Tierheime die Situation der Straßenkatzen in ihrem Einzugsgebiet als problematisch1. 78% erleben eine Katzenschwemme2. Das bedeutet, dass in dieser Zeit vermehrt Katzen in den Tierheimen abgegeben werden oder sie verwaiste Kitten von Straßenkatzen finden. Die Unterbringung und Versorgung von diesen Jungkatzen stellt die Tierheime Jahr für Jahr vor eine große Herausforderung, denn dieser plötzliche Zuwachs an Tieren bedeutet dann weniger Platz, mehr Arbeit und große Sorgen um die jungen Wesen. Bei knapp der Hälfte aller Tierheime findet die Katzenschwemme im Frühjahr, insbesondere im Mai, statt3

Kastrationsaktionen und Finanzen

Um das unkontrollierte Wachstum der Straßenkatzenpopulation zu bremsen, führen die Tierschutzvereine aufwendige Kastrationsaktionen durch. Die Katzen wer­den im Rahmen der Kastration auch gekennzeich­net und registriert und dann sobald wie möglich in ihrem angestammten Revier wieder freige­lassen. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für diese Aktionen ist enorm. Ohne Spenden wäre dies unmöglich, denn nur die wenigsten Tierheime erhalten dafür kostendeckende Zuschüsse von öffentlichen Stellen. Da ist noch viel Luft nach oben.

Fast jedes dritte Tierheim erhält keine finanzielle Unterstützung von Ländern oder Kommunen für die Kastrationen4 und die Kosten für das benötigte Futter und die Kastrationen der Straßenkatzen summieren sich schnell. Dabei kann nur die flächendeckende Kastration der Straßenkatzen in Kombination mit der konsequenten Kastration von Freigängerkatzen langfristig zu sinkenden Populationen führen.

Auch wir fordern schon seit langer Zeit die Einführung einer flächendeckenden, bundesweiten Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen aus Privathaushalten. Darüber hinaus ist finanzielle Unterstützung für die ebenso wichtigen Kastrationen von Straßenkatzen und die damit verbundene nachfolgende Versorgung nötig. 

Auch Du kannst helfen! Mach mit bei unserer Aufkleber-Aktion.

Wie sehr Straßenkatzen leiden und wo sie herkommen, erfährst Du hier

 

 

 

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Basis: n=300
2 Basis: n=310
3, 4 Basis: n=310; Mehrfachauswahl möglich
Basis: Tierheime mit regionaler und/oder landesweiter Kastrationsaktion und/oder mit regionalen und/oder landesweiten Fördergeldern n=199; Tierheime ohne finanzielle Förderung n=92